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Ein DNA-Test für Multidrug Resistance (MDR1) bei Hunden. (Überempfindlichkeit für Arzneimittel bei Collies)



Was ist MDR1?

Ein DNA-Test für MDR1

"Risiko-Medikamente" bei überempfindlichen Hunden

gefährdete Rassen

Zuchtplanung

Witte Herder foto Alma de Groot Für Rassen mit einem so ernsten Defekt ist es wichtig zu vermeiden, dass die erbliche Krankheit sich in folgenden Generationen weiter verbreitet. Züchter sollten gemeinsam wie auch individuell einen Zuchtplan entwickeln zur Vermeidung der weiteren Verbreitung in der Rasse und in den Linien.
Sobald ein erblicher Defekt in einer Rasse festgestellt wird, möchten manche so schnell wie möglich alle betroffene Tiere von der Zucht ausschließen. Das ist aber nicht immer sinnvoll. In der Vergangenheit wurden zu oft so viele Tiere und komplette Linien aus der Zucht genommen, dass demzufolge Probleme entstanden mit Inzucht und mit anderen Erbfehlern. Besonders bei einem weitverbreiteten Defekt ist es wesentlich, dass der Rasseverein und die Züchter einen Zuchtplan entwickeln, bei dem der Fehler über mehrere Generationen zurückgedrängt wird, um ihn letzten Endes ganz loszuwerden. Nur so wird die maximal erreichbare erbliche Variation erhalten.

Seit DNA-Tests wie der MDR1-Test zur Verfügung stehen kann man geplant vorgehen. Nebst fehlerhaften Erbanlagen hat jedes Tier selbstverständlich auch gute und wichtige Genen, die für die Erhaltung der Rasse wichtig sind. Nachkommen eines wichtigen Zuchttieres mit dem defekten Gen mdr1-1Δ können mit Hilfe dieser Tests selektiert werden, so dass die gute Eigenschaften des Elterntieres für die Rasse erhalten bleiben. So lange vorübergehend "Träger" in der Zucht eingesetzt werden, müssen die Nachkommen getestet werden, um die "freien" Tiere zu ermitteln.

Indem Träger nur mit freien Tieren verpaart werden wird vermieden, das Tiere mit der meist ernsten Form der Überempfindlichkeit geboren werden. Dabei darf man nicht übersehen, das auch die Träger (MDR1/mdr1-1Δ) nicht ganz problemfrei sind. Unter Umständen müssen Medikamente verabreicht werden, die diesen Tieren gefährlich werden könnten. Gegebenenfalls ist es wichtig die Liste mit "Risiko-Medikamente" zu beachten.