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Ein DNA-Test für Multidrug Resistance (MDR1) bei Hunden.
(Überempfindlichkeit für Arzneimittel bei Collies)
Was ist MDR1?
Ein DNA-Test für MDR1
"Risiko-Medikamente" bei überempfindlichen Hunden
gefährdete Rassen
Überempfindlichkeit für bestimmte Medikamente wurde erstmals bei Collies
(schottische Schäferhunde) festgestellt und beschrieben. Ursprünglich wurde der
Defekt als "Ivermektin-Überempfindlichkeit" bezeichnet. Die Forschung der letzten
Jahre hat aber ans Licht gebracht, das Ivermektin nur eine der Medizinen ist,
die zu Schaden führen können. Außerdem stellte sich heraus, dass dieser Erbfehler
nicht nur beim Collie sondern auch in einer ganzen Reihe von Collierassen vorkommt.
Dr. Mark Neff und seine Kollegen haben nachgewiesen, dass das mutante Allel
mdr1-1Δ in einem Hund aus einer der frühesten Rassen der "Working
Sheepdogs" entstanden sein muss, noch vor die Einführung der Stammbücher um
ca. 1873. Aus dieser Basispopulation heraus wurde das defekte Allel in die meisten
modernen Collierassen eingebracht.
Die heutige Forschung zeigt, das dreiviertel der Collies in Amerika das Allel mdr1-1Δ
mit sich trägt (in homozygoter oder heterozygoter Form). Vergleichbare Frequenzen werden
in Frankreich und Australien gefunden und sind annehmbar für alle Collies weltweit.
Außer bei dem Collie und anverwandte Rassen wie Shetland Sheepdog (Sheltie),
Border Collie, Australian Shepherd,
Australian Cattledog und English Sheepdog, wurde das mdr1-1Δ
Allel auch nachgewiesen bei dem Deutschen Schäferhund,weiße Schweizer Schäferhund,
Langharigen Whippet,
Silken Windhound und bei einer Reihe von Mischlingen mit Collie-Blut.
Anfangs, als die unterschiedlichen Rassen entstanden, wurden oftmals Tiere
anderer Rassen eingesetzt, um bestimmte Rassenmerkmale zu verbessern.
Unvermeidlich wurden bei diesem Prozess, bei dem erwünschte Genen eingebracht
wurden, allerhand unerwünschte Genen von eine auf die andere Rasse mitvererbt.
Wir müssen damit rechnen, das defekte Allel für `Multi Drug Resistance` (mdr1-1Δ)
ganz unerwartet auch bei anderen Rassen anzutreffen.
Falls Überempfindlichkeit für Medikamente in einer Rasse diagnostiziert wird, die vor
Zeiten mal verwandt war mit den alten englischen `working sheepdogs`, oder einem oder
sogar mehreren modernen Collierassen, ist es empfehlenswert mittels des DNA-Tests
festzustellen ob die erbliche Variante des MDR1-Gens mit im Spiel ist.
Wenn ja, so haben Sie jedenfalls die Möglichkeit effektiv auf diesen Defekt zu
selektieren und ihn somit aus ihrer Linie, oder gar aus der ganzen Rasse,
heraus zuzüchten.
Sehr wichtig ist, dass einzelne Hundebesitzer vorbeugen können, wenn das defekte Allel
in einer Rasse vorkommt, damit ihr Hund nicht Opfer der Medikamente wird, die für
Tiere mit dem mutanten Allel katastrophal sein können.
Zuchtplanung
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