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Ein DNA-Test für Multidrug Resistance (MDR1) bei Hunden. (Überempfindlichkeit für Arzneimittel bei Collies)



Was ist MDR1?

Ein DNA-Test für MDR1

mealey Dr. Katrina Mealey und ihre Kollegen des "Department of Veterinary Clinical Sciences" der Washington State University entdeckten, dass die Überempfindlichkeit für Ivermectin durch eine Deletion (Verlustmutation) im Gen für MDR1 verursacht wird.
Der MDR1-Defekt wird autosomal-rezessiv vererbt. Das mutante Allel wird bezeichnet als "mdr1-1Δ".
Die Dominanz des normalen Allels MDR1 über das mutante Allel ist nicht vollständig. Es gibt Beispiele heterozygoter Tiere (Träger), die empfindlich sind für hohe Dosierungen von Mitteln, die für homozygot mdr1-1Δ-Tiere (erkrankte) fatal sein können.

Die Defekte der Kodierung für P-glycoproteïn im mutanten Allel
mdr1-1Δ ergeben ein Eiweiß, das seine Funktion total verloren hat. Zur Zeit sind nachweisbar mindestens 20 Medikamente bekannt wogegen die Hirnzellen Dank der Wirkung von P-glycoproteïn geschützt werden. Ein Teil dieser Stoffe sind bekanntlich Schadenserreger in heterozygoten Tieren mit nur einem mdr1-1Δ-Allel.

Der MDR1-DNA-Test kennt drei mögliche Ergebnisse:

  • Ihr Hund ist "frei" (er hat zwei gesunde Allele: MDR1/MDR1). Der Hund wird nach der Verabreichung von Risiko-Arzneimitteln keine Überempfindlichkeitssymptome entwickeln und mindestens so wichtig, kann den Defekt nicht weitervererben.
  • Ihr Hund ist "Träger" (er hat ein "gesundes" und ein "defektes" Allel: MDR1/mdr1-1Δ). Der Hund wird das mutante Allel an die Hälfte seiner Nachkommen weitergeben. Träger können nach Verabreichung einer normalen Dosis Loperamid (Imodium®), einer großen Zahl Medikamente gegen Krebs oder einer hohen Dosis Ivermectin (über 50 microgramm/kg Körpergewicht) Vergiftungssymptome entwickeln.
  • Ihr Hund ist "erkrankt" (er hat zwei defekte Allele: mdr1-1Δ/mdr1-1Δ). Betroffene Tiere geben das defekte Allel an all ihre Nachkommen in der nächsten Generation weiter. Die Verabreichung von Risiko-Arznei ruft Vergiftungssymptome hervor. Die Überempfindlichkeitsreaktionen sind bei diesen Tiere besonders heftig.


"Risiko-Medikamente" bei überempfindlichen Hunden

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