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Gentest zum Nachweis der Multidrug Resistenz (MDR1) in Hunde (Überempfindlichkeit für Arzneimittel bei Collies)



Was ist MDR1?

langharige Collie, foto Rachel Noij Bei einer intakten Blut-Hirn-Schranke sind Hirngewebe und zentrales Nervensystem des Hundes vor hohen Konzentrationen toxischer Stoffe (wie z.B Medikamenten) im Kreislauf geschützt.
Das "Multidrug Resistenz Gen 1" (MDR1 Gen) erfüllt eine wichtige Aufgabe in der Schranke zwischen Blutgefässen und Hirngewebe. Es kodiert das Eiweiß P-Glycoproteïn, das Teil der Blut-Hirn-Schranke ist. P-Glycoprotein entsorgt toxische Stoffe (z.B. Medikamente wie Ivermectin) aus den Gehirnzellen zurück in das Blut.

Das Phänomen "genetisch bedingte Ivermectin-Empfindlichkeit" bei Collies und Collie-Mischlingen wurde das erste Mal 1983 beschrieben. Ivermectin (ein Antiparasitikum) ruft bei einem Teil der Collie-Population Vergiftungssymptome im Gehirn hervor. Betroffene Tiere zeigen neurotoxische Effekte bereits bei einer Dosierung von 150 μg pro kg Körpergewicht, während nicht betroffene Tiere eine Gabe von bis zu 2000 µg pro kg Körpergewicht ohne das Auftreten einer klinischen Symptomatik vertragen. Klinische Symptome betroffener Tiere können von Bewegungs- und Koordinationsstörungen, Desorientierung, Erbrechen und Zittern bis hin zu komatösen Zuständen reichen. Hunde, die diese Überempfindlichkeit aufweisen, sind überempfindlich für eine Vielzahl von Medikamenten.

Ein DNA-Test für MDR1

"Risiko-Medikamente" bei überempfindlichen Hunden

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